PEG (Perkutane Endoskopische Gastrostomie)

Die PEG dient zur Ernährung von Menschen, die nicht mehr oder nicht mehr ausreichend essen und trinken können. Dies kann z.B. nach einem Schlaganfall oder bei bestimmten neurologischen Erkrankungen der Fall sein.

Bei einer PEG handelt es sich um eine durch die Bauchdecke direkt in den Magen eingebrachte Ernährungssonde. Dazu sind eine Magenspiegelung und ein kleiner Schnitt in der Bauchdecke von ca. 5 mm Länge erforderlich. Damit der Patient dies nicht merkt, erhält er eine Spritze zur Schmerzlinderung und/oder Beruhigung (Analogosedierung) sowie eine Betäubungsspritze in die Bauchdecke (Lokalanästhesie). Dann wird im Rahmen einer Magenspiegelung die Sonde in den Magen eingebracht und anschließend verbunden.

Die Ernährung erfolgt dann mit flüssiger Sondenkost entweder über eine Pumpe oder mittels Schwerkraftsystem ähnlich wie bei einer Infusion.

In den ersten Tagen nach Anlage ist ein häufiger Verbandswechsel erforderlich; später ist – nach völliger Einheilung – sogar Duschen möglich. Sonde und Sondenaustrittsstelle müssen regelmäßig gepflegt werden.

Vor Anlage einer PEG ist eine rechtswirksame Einverständniserklärung des Patienten oder seines gerichtlich bestellten Betreuers erforderlich.

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