Langzeit-Butdruckmessung

Was ist eine Langzeitblutdruckmessung?

Mit einer Langzeitblutdruckmessung wird der Blutdruck in vorher festgesetzten (im Allgemeinen tagsüber alle 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten) Intervallen am Oberarm gemessen.

Weshalb ist eine Langzeitblutdruckmessung sinnvoll?

Einzelne sporadisch gemessene Blutdruckwerte (so genannte Gelegenheitsmessungen) sind immer nur eine Momentaufnahme aus einer Vielzahl aller im Verlauf von 24 Stunden vorkommenden Blutdruckwerte. Sie geben daher keine zuverlässige Auskunft über das Blutdruckverhalten insgesamt (sogenannter Mitteldruck) sowie die möglichen Schwankungen im Verlauf des Tages und während der Nacht.

Das Risiko einer Vielzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch anderer Erkrankungen (z.B. chronische Nierenleiden) hängt aber ganz wesentlich von der Höhe des durchschnittlichen Blutdrucks ab. Insbesondere nächtliche Blutdruckentgleisungen werden weder in der Arztpraxis noch durch Selbstmessungen tagsüber erfasst. Auch tritt das Phänomen des so genannten Weißkittel-Hochdrucks (etwa 30% aller Menschen haben beim Arzt höhere Blutdruckwerte als im täglichen Leben) bei der Langzeitblutdruckmessung nicht auf. Besonders eignet sich die Langzeitblutdruckmessung zur Kontrolle einer medikamentösen Therapie einer arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck).

Wie wird die Langzeitblutdruckmessung durchgeführt?

Die Messung erfolgt durch ein kleines batteriebetriebenes Gerät, welches am Körper wie ein Walkmann an einem Gürtel befestigt wird. Dieses Gerät ist über einen Schlauch mit einer Spezialblutdruckmanschette verbunden, welche im allgemeinen. am linken Oberarm über der Bluse bzw. dem Hemd befestigt wird. Sämtliche Messungen werden gespeichert und am folgenden Tag zur weiteren Auswertung in einen Computer eingelesen. Zusätzlich wird bei den Messungen auch die Herzfrequenz erfasst. Falls eine Messung aus technischen Gründen (z.B. Anspannen des Armes) nicht gelingt, versucht das Gerät kurze Zeit später erneut eine valide (aussagefähige) Messung zu erhalten. Das Aufpumpen der Blutdruckmanschette wird zuweilen als recht unangenehm empfunden, besonders natürlich bei sehr hohen Blutdruckwerten (das Gerät muss die Manschette immer soweit aufpumpen und somit den Druck erhöhen, bis der Druck am Oberarm den aktuellen Blutdruck übersteigt!). Sie erhalten von meinen Mitarbeiterinnen bei der Anlage des Gerätes genaue Instruktionen und zusätzlich einen Begleitbogen, auf dem Sie bitte alle Besonderheiten und die eingenommen Medikamente notieren.

Welche Vorbereitung ist erforderlich?

Es ist keine besondere Vorbereitung erforderlich. Sie sollten lediglich darauf achten am Untersuchungstag lockere, bequeme Kleidung zu tragen. Zum Schluss noch einige Bitten an Sie:

  • Gehen Sie sorgsam mit dem empfindlichen Gerät um
  • Nehmen Sie keine Manipulationen vor (z.B. Abziehen des Druckschlauches)
  • Schalten Sie das Gerät nicht ab
  • Das Gerät ist nicht für den Unterwassereinsatz konzipiert (auch nicht für die Dusche oder Badewanne!)
  • Bringen Sie uns das Gerät pünktlich zum vereinbarten Termin zurück

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