Gastroskopie

Allgemeines:

Mit Hilfe eines so genannten Endoskops(biegsames optisches Instrument) werden Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm betrachtet und auf krankhafte Veränderungen untersucht. Falls notwendig werden winzige Gewebeproben schmerzlos mit einer kleinen Zange zur feingeweblichen Untersuchung entnommen. Nur durch eine Magenspiegelung ist es möglich direkt die Schleimhaut genau zu beurteilen. Daher ist die Gastroskopie bei der Diagnose von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Magenkrebs und Entzündungen der Speiseröhre unverzichtbar!

Vorbereitung:

Es ist unbedingt erforderlich, dass Sie zu dieser Untersuchung nüchtern erscheinen (mindestens 10 Stunden vor dem Untersuchungstermin keine festen Speisen; Mineralwasser ohne Kohlensäure bis 4 Stunden vorher erlaubt). Die Untersuchung kann problemlos ohne vorherige Gabe von Medikamenten durchgeführt werden (dieses Vorgehen hat sich aufgrund der noch niedrigeren Komplikationsrate heute praktisch in allen Untersuchungszentren durchgesetzt). Nur sehr selten kann eine Rachenbetäubung mit einem Spray und/oder eine Beruhigungsspritze erforderlich sein. Beachten Sie aber, dass Sie in diesem Fall anschließend für 24 Stunden fahruntüchtig sind und auch für weitere 2 Stunden nichts essen und trinken dürfen!

Risiken/Komplikationen:

Die Gastroskopie ist eine risikoarme Untersuchung und kann somit auch bei alten und kranken Patienten durchgeführt werden. Trotz größter Sorgfalt kann es jedoch in sehr seltenen Fällen zu Komplikationen kommen (z.B. Verletzungen der Wand des Verdauungstraktes, Blutungen, Beeinträchtigung der Atem- bzw. Herzkreislauffunktionen, Überempfindlichkeitsreaktionen auf die verabfolgten Medikamente, Gebissschäden bei lockeren Zähnen).
Falls Sie Gerinnungs-hemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Aspirin, etc.) einnehmen, teilen Sie uns dies bitte vor Beginn der Untersuchung mit.

Besonderheiten:

Da wir ausschließlich so genannte Videoendoskope verwenden, wird Ihre Untersuchung digital dokumentiert. Zur Gastroskopie werden in unserer Praxis hoch auflösende Videoendoskope verwendet und Ihre Untersuchung digital mittels Doc-Archiv aufgezeichnet, so dass die Befunde auch nach Jahren zum Vergleich zur Verfügung stehen. Außerdem ist ein Datenexport auf digitale Speichermedien und als Ausdruck an die zuweisenden Kollegen bzw. Krankenhäuser jederzeit möglich.

Wir führen bereits seit 1989 routinemäßig in unserer Praxis eine Untersuchung auf Vorhandensein bestimmter Bakterien (Helicobacter pylori) im Magen  durch. Diese können zu Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, aber auch chronischen Schleimhautentzündungen (ein sicherer Zusammenhang zwischen einer HP-Schleimhautentzündung und dyspeptischen Oberbauchbeschwerden ist aber bis heute nicht eindeutig bewiesen) führen. Einige Patienten haben darunter jahrzehntelang gelitten. Heute kann durch eine nur einwöchige Kombinationstherapie (so genannte Eradikation) diese Bakterium in einem hohen Prozentsatz (ca.90%) aus dem Magen entfernt und somit eine dauernde Beschwerdefreiheit erzielt werden.

Kommentare sind geschlossen.