13C-Atemtest

Allgemeines:

Helicobacter pylori ist ein gramnegatives Bakterium und wurde 1982 erstmals beschrieben. Es befällt die Magenschleimhaut und verursacht die so genannte Typ B-Gastritis. Diese ist mit Folgeerkrankungen, wie z.B. Magen- und Duodenalulcera, MALT-Lymphom und Riesenfaltengastritis assoziiert. Bei chronischer Helicobacter pylori-Infektion wird ein leicht erhöhtes Risiko für die spätere Entstehung eines Magenkarzinoms angenommen. Vor Therapiebeginn muss ein eindeutiger Nachweis der Infektion erfolgen.

Prinzip:

13C ist ein natürlich vorkommendes, nicht radioaktives Kohlenstoffisotop. 13C-markierter Harnstoff wird oral verabreicht und von dem Enzym Urease, welches in hoher Konzentration in Helicobacter pylori vorliegt, in 13CO2 und NH3 (Ammoniak) gespalten. Das 13CO2 diffundiert ins Blut und kann in der Atemluft gemessen werden. Eine erhöhte 13CO2-Konzentration in der Atemluft ist Folge der Helicobacter pylori-Ureaseaktivität.

Indikationen:

  • Therapiekontrolle, ca. 4 Wochen nach Therapieende
  • V.a. Helicobacter pylori Infektion bei Kindern
  • Ausschluss einer Reinfektion bei zuvor endoskopisch gesichertem Ulcus duodeni

Durchführung:

Vor und 30 Minuten nach Gabe von 13C-Harnstoff wird jeweils eine Atemluftprobe in 2 Röhrchen gewonnen. Die Konzentration des 13C wird anschließend in einem Speziallabor bestimmt. Ab einer Konzentration von 5 Promille gilt der Test als positiv. Bei starkem Befall mit Helicobacter pylori werden Werte bis über 16 Promille gefunden.

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